
Aufbau, Design und sonstige Features …
Das Herzstück der ASRock RX 9070 XT bildet AMDs neuester RDNA 4 Grafikprozessor, der hier in der höchsten Ausbaustufe Navi 48 XTX zum Einsatz kommt. Er beherbergt 64 Compute Units, 4096 Shader, 256 TMUs, 128 ROPs, sowie 128 Tensor Cores (2. Gen.) und 64 Raytracing Beschleuniger (3. Gen.), die dem Grafikchip besonders bei der Berechnung AI Anwendungen und Raytracing Effekten auf die Sprünge helfen sollen. Als aktuelles Topmodell verfügt die RX 9070 XT natürlich über eine PCIe 5.0 X16 Schnittstelle und zur Bildausgabe befinden sich 3 Displayports 2.1a sowie eine HDMI2.1b Buchse auf der großen Slotblende. Dem Prozessor stehen 16GiByte 20Gbps schneller GDDR6 Speicher angebunden über ein 256bit Interface zur Seite, was zwar eine Reduzierung gegenüber den Topmodellen der RDNA3 Generation 7900XT/XTX darstellt, aber selbst für aktuelle Grafikkracher noch keine Einschränkung bedeutet.
Bei der ASRock RX 9070 XT Taichi handelt es sich um ein waschechtes High-End Modell. Wenn man die Grafikkarte in der Hand hält, fühlt man sofort das hohe Gewicht von 1,5kg und die hochwertige Verarbeitung. Mit der massiven Backplate und der durchdachten Trägerkonstruktion für die Lüfter ergibt sich in Summe ein äußerst verwindungssteifes Design, das auch noch schön anzusehen ist.
Der Kühler basiert auf einer großen, vernickelten Kupferplatte, die sowohl den RDNA 4 Grafikprozessor als auch die GDDR6-Speichermodule bedeckt. Zusätzlich berührt der Kühler auch noch die 16 smarten Spannungswandler, die den Prozessor mit Strom versorgen. Verteilt wird die Hitze dann über mehrere Heatpipes auf unzählige Kühlfinnen, die aktiv von drei 100mm Lüftern mit Luft durchströmt werden. Der mittlere Lüfter ist RGB beleuchtet und dreht sich entgegen der Richtung der beiden andren Lüfter, wobei sich die Lüfter ohnehin nur bei Bedarf drehen und ansonsten stillstehen, solange es die Temperaturen zulassen.
Die abzuführende Hitze muss selbstverständlich auch irgendwo herkommen und wie es sich für ein Spitzenmodell gehört, verfügt die ASRock RX 9070 XT Taichi über neueste Technik und dazu zählt auch die verbaute 12V-2×6 Pin PCIe 5.0 Buchse. Sie ist für bis zu 600W spezifiziert, was mehr aus ausreichend für die werksmäßig auf 340W gepimpte Taichi Grafikkarte ist. AMD spezifiziert die RX 9070 XT mit 304W, lässt den Herstellern jedoch noch etwas Spielraum, die Karten ab Werk zu übertakten. Bei der ASRock RX 9070 XT Taichi kann der Anwender das Powerlimit sogar noch weiter auf bis zu 374W anheben, aber auch dieser Wert stellt keine besondere Herausforderung für den 600W Stecker dar. Wessen Netzteil über keinen solchen Stecker verfügt, kann as beiliegende Adapterkabel von 12V-2×6-Pin auf 3x 8-Pin verwenden. Ein 850W Netzteil sollte man dann jedoch mindestens verwenden, um etwaige Lastspitzen noch problemlos abfangen zu können, ohne dass der PC ausgeht. ASRock schützt die 16polige Buchse vor zu starken, mechanischen Belastungen aufgrund von engen Kabelbiegungen im Nahbereich des Steckers, indem die Buchse vom Rand der Karte etwas nach innen verlagert wurde. Dadurch werden extreme Kabelbiegungen durch auf das Stromkabel drückende Gehäusedeckel minimiert.
Direkt neben der Buchse für das Stromkabel befindet sich noch eine 3-polige Stiftleiste zum Anschluss von aRGB Elementen, was wir sehr praktisch finden. So lässt sich zum Beispiel ein PC-System ohne RGB Beleuchtung einfach zu einem beleuchteten System aufrüsten, ohne einen separaten RGB-Controller erwerben zu müssen. Wer mit RGB-Beleuchtung nichts anfangen kann, dreht die LEDs über den darüberliegenden Minischalter einfach komplett ab. Die ASRock RX 9070 XT Taichi sieht mit ihren Gold- und Anthrazittönen auch ohne Zusatzbeleuchtung richtig schick aus.
Auf der linken Seite befindet sich noch ein kleiner BIOS-Wählschalter. P steht für Performance, was den normalen Betrieb bei voller Leistung darstellt. Auf Position Q werden die Taktraten etwas reduziert sowie die Lüfter gedrosselt, was in höheren Temperaturen und etwas geringerer Rechenleistung resultiert, jedoch den Geräuschpegel effektiv verringert.
Upscaling …
Neu ist bei der RDNA 4 Grafikkartengeneration das FSR 4 Upscaling. Es arbeitet nun KI-unterstützt und erzielt beeindruckende Ergebnisse, die eine deutlich bessere Bildqualität erreicht, als es noch bei FSR 3.1 unter RDNA 3 (RX 7000 Grafikkarten) der Fall war. Spiele, die FSR 3.1 unterstützen, können durch Aktivierung im Grafikkartentreiber automatisch FSR 4 nutzen. Native FSR 4 Unterstützung von Spielen wird erst in den kommenden Monaten Fahrt aufnehmen.
ASRock RX 9070 XT Taichi Installation …