
Benchmark Werte und Test Ergebnisse …
Für die Leistungsbeurteilung verwenden wir im Folgenden den 3D Mark Time Spy Benchmark für die Prüfung der Rasterleistung und den 3D Mark Steel Nomad Benchmark zur Prüfung der Raytracing Performance. Auf der OC Software Download Seite findet man alle wichtigen Benchmark Tools zum herunterladen und kann die eigenen Benchmark Scores dann gleich hier unter Benchmark Ergebnisse teilen und vergleichen.
Die ASRock RX 9070 XT Taichi wird ab Werk mit einem erhöhten Powerlimit von 340W ausgeliefert, gegenüber der AMD Werksangabe von 304W. Damit einher geht auch eine höhere maximale Boostfrequenz von bis zu 3100MHz bei der ASRock Karte, gegenüber dem AMD Referenzdesign mit 2970MHz. Wir können also von guten Testergebnissen bei der RX 9070 XT Taichi ausgehen, aber das prüfen wir lieber erst einmal nach. Bevor wir uns jedoch in die Benchmarks stürzen, prüfen wir noch, ob irgendwelche thermischen Limits oder ähnliche Probleme bei längeren Tests die Ergebnisse verfälschen könnten, aber ein längerer Lauf von Furmark bescheinigt der ASRock RX 9070 XT Taichi gute Vitalwerte, auch wenn die Hotspot Temperatur mit einer Differenz von 35°C zur GPU Temperatur relativ hoch ausfällt.
Benchmark Ergebnisse standard …
Ohne Übertaktung erreicht die ASRock RX 9070 XT Taichi im 3D Mark Time Spy 30686 Grafikpunkte.
Im Raytracing Benchmark Steel Nomad werden 7201 Punkte erreicht.
Auch nach den Benchmarks sehen wir wieder eine maximale Temperaturdifferenz von 35°C zwischen GPU- und Hotspot-Temperatur. Die maximale Leistung von 340W wurde voll ausgereizt und die maximale Taktfrequenz betrug 3026MHz, was bei den anspruchsvollen Tests einen beachtlich hohen Wert darstellt, auch wenn die Grenze von 3100MHz nicht erreicht wurde.
Benchmark Ergebnisse übertaktet …
In weiterer Folge übertakteten wird die ASRock RX 9070 XT Taichi bis ans Limit und landeten schlussendlich bei folgenden Werten. Natürlich haben wir das Powerlimit auf das Maximum von +10% erhöht. Die Taktfrequenz der GPU erhöhten wir um 150MHz und senkten dabei gleichzeitig die Spannung um 80mV. Zusätzlich haben wir den Speichertakt von 2500MHz auf 2780MHz erhöht und die schnellen Speichertimings aktiviert.
Mit den getunten Werten erreicht die ASRock RX 9070 XT Taichi in Time Spy nun beachtliche 33040 Punkte, was einer Steigerung von 7,7% entspricht.
Noch beeindruckender ist das Ergebnis im Steel Nomad Benchmark. Dort steigt das Ergebnis auf tolle 7850 Punkte, was einer Steigerung von 9% entspricht. Die Punkteverteilungskurve in 3D Mark verrät dabei, dass es kaum andere RX 9070 XT Karten gibt, die bisher ein so hohes Ergebnis erreicht haben und die ASRock RX 9070 XT Taichi somit zu den schnellsten RX 9070 XT Karten gehört.
Die Sensordaten zeigen im übertakteten Zustand interessante Werte. Die Temperatur stieg lediglich um 2°C, obwohl die Lüfterdrehzahl praktisch gleich blieb und die Karte nun 374W für sich beanspruchte. Die maximale Taktfrequenz stieg ebenfalls auf ausgezeichnete 3112MHz.
Benchmark Ergebnisse leistungsreduziert …
Man kann eine Grafikkarte jedoch auch mit einem reduzierten Leistungslimit optimieren und tunen. Besonders wenn auf geringe Geräuschentwicklung Wert gelegt wird, oder wenn die Karte in einem besonders kleinen Gehäuse zum Einsatz kommt, wo die Belüftung eingeschränkt ist und wenig Hitze abgeführt werden kann, macht es Sinn, die maximale Leistungsaufnahme der Karte zu verringern. Für diesen Fall haben wir die Taktfrequenzen von GPU und Speicher auf den Werkseinstellungen belassen, aber die Spannung reduziert und das Leistungslimit begrenzt. Den ersten Versuch machen wir mit einem Powerlimit von -30% und reduzieren die Spannung um 70mV.
In Time Spy erzielt die Karte mit maximaler Leistungsreduzierung sagenhafte 29259 Grafikpunkte, was etwas über 95% der Punktzahl des Auslieferungszustands entspricht, dabei aber mit 238W um satte 102W weniger elektrische Leistung benötigt.
In Steel Nomad fällt das Ergebnis nicht minder beeindruckend aus. Auch in diesem Test werden mit 6871 Punkten mehr als 95% der Punkte des Auslieferungszustands erreicht. Der positive Nebeneffekt ist, dass die Lüfter der ASRock RX 9070 XT Taichi nun kaum noch wahrnehmbar sind, da sie sich nur noch ganz langsam drehen.
Benchmark Ergebnisse optimiert …
Ein guter Mittelweg aus verringertem Strombedarf und Performance liefert ein reduziertes Powerlimit von 15% samt Undervolting um 70mV. Mit 30624 Punkte in Time Spy wird praktisch die Serienperformance bei 15% geringerer Stromaufnahme erreicht.
In Steel Nomad herrscht mit 7170 Punkten (99,6% vom Ausgangswert) auch praktisch Gleichstand.
Lautstärke …
Es ist beeindruckend, wie gut die ASRock RX 9070 XT performt. Hebt man das Powerlimit um 10% an, erhält man auch 10% mehr Leistung gegenüber den Standardwerten, wenn man ein wenig Zeit in Tuning der Karte investiert. Erfreulicherweise bleibt die Karte auch bei voller Leistung von 374W erstaunlich leise. Aus einem geschlossenen Gehäuse ist die ASRock RX 9070 XT Taichi kaum wahrnehmbar. Von auffälligen Störgeräuschen kann keineswegs die Rede sein. Noch viel beeindruckender ist die Performance mit reduziertem Leistungslimit. Man erhält 95% der Ausgangsleistung bei 30% (102W) weniger Strombedarf und dann ist die Karte unmöglich aus einem PC hörbar, außer man betreibt eine passiv gekühlte CPU und verwendet keinen Gehäuselüfter. In gewissen Lastfällen kann es zu Spulenfiepen kommen, was sich jedoch eher in einem rasselnden Geräusch als einem Pfeifton darstellt und nicht sonderlich stört, wenn man nicht unbedingt darauf ist, es gezielt zu erlauschen.
ASRock RX 9070 XT Taichi Stromverbrauch …